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Meditation und die positiven Auswirkungen auf dein Leben

Die Themen Spiritualität und Meditation begleiten mich schon eine ganze Weile und haben mein Leben auf ganz unterschiedliche Weise bereichert. Mit diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen der letzten Jahre mit dir teilen und dich dazu inspirieren und auch motivieren, Meditation und Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren. 

 

Dafür braucht es keine speziellen Fähigkeiten oder Techniken. Du musst nicht mal besonders spirituell unterwegs sein. Es gibt aber verschiedene Methoden und Werkzeuge, die dich auf deinem Weg unterstützen können.

Spirituell sind wir übrigens von Haus aus alle. Die einen haben mehr Kontakt zu ihrer Spiritualität, die anderen weniger. Und beides ist absolut okay.

Spirituell sind wir übrigens von Haus aus alle. Die einen haben mehr Kontakt zu ihrer Spiritualität, die anderen weniger. Und beides ist absolut okay.

Spiritualität kennt zudem viele Wege und für jeden sieht dieser Weg anders aus. Was aber alle Wege eint, ist die Tatsache, dass wenn man seinen spirituellen Weg eingeschlagen hat, es im positiven Sinn kein Zurück mehr gibt. 

Denn so ist es mit neuen Wegen. Es gibt kein Zurück mehr. Wir lernen, wir machen neue Erfahrungen, wir wachsen und dehnen uns aus und diese Erlebnisse kann uns dann keiner mehr nehmen.

 

Jeder beschreibt diese Erfahrungen anders und doch eint uns alle, dass wir uns auf den Weg gemacht haben. Manchmal ist der Beginn des Weges mit einem Schlüsselmoment gekoppelt, manchmal suchen wir regelrecht nach unserem Weg und manchmal schleicht sich der Weg leise in unser Leben.

Spiritualität kann man nicht lernen, man erfährt sie. Und auf dem Weg der Spiritualität gibt es keine falschen Abzweigungen, lediglich neue Erfahrungsfelder, die es zu erforschen gilt.

Meditation

Meditation hilft dir, herauszufinden, welchen Weg du einschlagen möchtest. Meditation hilft dir, dich mit deiner Intuition zu verbinden und wieder mehr auf dein Herz zu hören. Meditation hilft dir, bewusster zu leben und bewusster zu erleben. Meditation schult deine Aufmerksamkeit, im Moment zu leben.

 

Weißt du noch früher, als uns die Sommerferien endlos vorkamen?

Und heute? Wie schnell können 6 Wochen vergehen?

Das liegt zum größten Teil daran, dass wir den Tag nicht bewusst erleben. In ständiger Ablenkung durch einen Kopf voller Gedanken, die Informationsflut, die die Gedanken nicht weniger werden lässt und langen To-Do-Listen, verpassen wir oftmals die meiste Zeit des Tages.

 

Meditation hilft uns, diesen sogenannten Monkey Mind, wie es im Yoga so schön heißt, zu beruhigen und dahingehend zu „trainieren“, stiller zu werden. 

 

Dabei gibt es unzählige Arten von Meditationen und genaugenommen kannst du immer meditieren. Du kannst dich in Meditation durch den Tag bewegen. In dem du jeden Schritt, jede Handlung, jedes Wort in absoluter Bewusstheit tust. In dem du schlichtweg nicht mehr in den nebeligen Wolken deiner Gedanken hängst und mit deinem tobenden Äffchen von Ast zu Ast hüpfst, sondern wirklich im Hier und Jetzt bist.

 

Das tatsächlich zu meistern, ist eine große Kunst und die meisten von uns (mir einschließlich) freuen sich schon, wenn das mal für ein paar Minuten gelingt. Aber wenn es gelingt, ist es unglaublich – versprochen! 

 

Es lohnt sich also, dran zu bleiben und sich immer wieder bewusst zu machen, dass die Hektik und der volle Kopf, nicht normal sind. Im Gegenteil. Auf Dauer bereitet das unserem Organismus größten Stress und das ist einer der Hauptgründe für diverse Krankheiten.

Mehr über das Thema Stress kannst du in diesem Artikel lesen.

Meditation ist ein super Tool, um aus dem Hamsterrad auszusteigen, um den Kopf und das Nervensystem zu beruhigen und um nachhaltig etwas Gutes für die Gesundheit zu tun.

Meditation ist ein super Tool, um aus dem Hamsterrad auszusteigen, um den Kopf und das Nervensystem zu beruhigen und um nachhaltig etwas Gutes für die Gesundheit zu tun. Nach Patanjali, einem indischen Gelehrten, der etwa 400 Jahre v. C. gelebt haben soll, gibt es verschiedene Stufen der Meditation.

 

Patanjali lehrt den achtgliedrigen Pfad des Yoga, indem es um den Umgang mit der Umwelt (Yama), sich selbst (Niyama), dem Körper (Asana), dem Atem (Pranayama) und eben auch um Meditation geht.

 

DIE STUFEN DER MEDITATION NACH PATANJALI

 

Pratyahara ist die fünfte Stufe des achtgliedrigen Pfades und die erste Stufe der Meditation und meint den Umgang mit den Sinnen. Es geht darum, die Sinne "zurückzuziehen" und dem, was es um uns herum zu hören, riechen, fühlen, sehen gibt, keine Aufmerksamkeit zu schenken. Es geht um die Annahme und ums Loslassen dessen, was ist.

 

Dharana ist die sechste Stufe des achtgliedrigen Pfades und die zweite Stufe der Meditation und meint Konzentration. Die Konzentration auf den Atem zum Beispiel oder einen Gegenstand, den du beobachtest und quasi selbst zum Gegenstand wirst.

 

Dhyana ist die siebte Stufe des achtgliedrigen Pfades und die dritte Stufe der Meditation und meint übersetzt dann die Disziplin der wahren Meditation. Das Denken hört auf. Hier nimmt der Geist die Form des Gegenstands an, auf den man sich konzentriert und es offenbaren sich höhere Dimensionen. Dieser Zustand scheint unbeschreiblich zu sein.

 

Die letzte Stufe auf dem achtgliedrigen Pfad des Patanjali ist Samadhi - Erleuchtung, reines Bewusstsein. In diesem Zustand wird alles eins mit allem.

 

Die unterschiedlichen Stufen werden oft unterschiedlich interpretiert. Es handelt sich hierbei lediglich um Vorschläge und Empfehlungen. Patanjali stellt einen Leitfaden bereit, mit dessen Hilfe man sich auf seinem spirituellen Weg orientieren oder unterstützen kann.

 

Es geht darum, Gutes für sich und die Umwelt zu tun und nicht starrhaft oder mit Druck die Erleuchtung anzustreben. Es ist auch gut möglich, dass du auf deinem Weg und je nach Lebensphase, die einzelnen Meditationsstufen für dich immer wieder neu interpretierst.

Es geht darum, Gutes für sich und die Umwelt zu tun und nicht starrhaft oder mit Druck die Erleuchtung anzustreben.

ACHTSAMKEIT

Mein Lehrer sagt immer, "You have to pay attention." – Sei aufmerksam. Sei aufmerksam bei allem, was du tust, um ganz im jetzigen Moment zu sein. Das ist dann erstmal das Gegenteil von Pratyahara (dem Zurückziehen der Sinne), sondern vielmehr um das Schulen deines Bewusstseins, anwesend zu sein, für das, was gerade ist.

Lausche, was es zu hören gibt, spüre, was es zu fühlen gibt, rieche, was es zu riechen gibt. Was siehst du? Was schmeckst du?

 

Da sein, mit jeder Faser unserer Anwesenheit ist gar nicht so leicht. Es lässt sich aber trainieren, so, wie du auch einen Muskel trainieren kannst. Und je mehr wir im jetzigen Moment sind, desto weniger sind wir in unseren Gedanken verfangen.

 

Verstehe mich an dieser Stelle bitte nicht falsch. Es ist gut, dass wir Gedanken haben und uns Gedanken machen können. Es ist auch gut, in Ruhe nachzudenken. Aber oftmals sind Gedanken auch sehr belanglos oder haben nichts mit aktuellen Problemen oder jetzigen Situtationen zu tun.

 

Gedanken führen gefühlt ein Eigenleben. Sie tauchen aus dem Nichts auf, ziehen unser Bewusstsein in eine Geschichte, die meist eine Anhaftung aus der Vergangenheit oder eine Projektion in die Zukunft ist. Das heißt, wir sind in Prinzip nie anwesend, wenn wir uns mit unseren Gedanken beschäftigen, kramen in alten, längst vergangenen Geschichten rum, die dann im Kopf wieder und wieder abgespielt werden oder lassen uns dazu verleiten, zukünftige Phantasie-Situationen zu erschaffen.

 

Und auch das meine ich nicht wertend. Es ist super wichtig sich mit der Zukunft auseinandersetzen und auch zu Träumen, sich Dinge schön auszumalen und sich daran zu erfreuen. Nur passiert das selten bewusst. Und auf unseren Wölkchen voller Geschichten aus der Vergangenheit oder der Zukunft, verpassen wir die Magie im jetzigen Moment. Und das ist so schade, denn das Universum, Mother Nature oder Gott (was auch immer für dich funktioniert) hält so viele Wunder für uns bereit.

"Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es." - Thich Nhat Hanh

DEN GEDANKEN HERR WERDEN

Zu laut und zu groß scheinen all die Gedanken, die uns permanent im Kopf umherschwirren, als das man glauben könnte, diesen immensen Kräften, die dort herrschen, Herr zu werden. Und doch ist es möglich.

 

Mit etwas Übung und Aufmerksamkeit kann es uns gelingen, die Stille zwischen Gedanken zu erfassen. Denn genauso wie Gedanken immer da sind, ist auch Stille immer da, wenn wir ihr die Möglichkeit geben, da zu sein. Stille immer wieder bewusst wahrzunehmen, gelingt in der Meditation leichter, als im Alltag, aber auch dort ist es möglich, indem man die Achtsamkeitsarbeit wieder und wieder praktiziert. Das geht zum Beispiel gut an roten Ampeln, wenn du auf Bus oder Bahn wartest oder einen Schluck trinkst.

mit meditation die achtsamkeit steigern

Eine regelmäßige Meditationspraxis hilft dabei, auch im Alltag achtsamer zu werden. Sowohl im Umgang mit uns selbst als auch im Umgang mit anderen. Im Alltag im Moment sein, sorgt für mehr Gelassenheit und deutlich weniger Stress. Der Geist kommt zur Ruhe. Er pendelt sich auf sanfte Art und Weise ein. Zwischendurch kann das Pendel durchaus mal ausschweifen, aber diese krassen Achterbahnfahrten an Stimmungsschwankungen, die man als (Über-)Reaktion auf alles Mögliche haben kann, werden nach und nach milder. Wir werden milder. Mit uns und mit unserer Umwelt.

gesundheitliche vorteile

Stress ist einer der Hauptfaktoren für psychische und hormonelle Erkrankungen sowie für Herzkreislauferkrankungen. Eine regelmäßige Meditationspraxis lässt das Stresslevel sinken und somit auch das Hormon- und Nervensystem entspannen. Der Körper kommt aus dem permanenten Kampf- und Flucht-Modus (fight, flight or freeze) heraus und bekommt so die Möglichkeit, sich zu erholen und regenerative Prozesse im Körper anzuregen. Meditation wirkt also auf ganzheitliche Weise und auf allen Ebenen.

Mehr über das Thema Stress kannst du in diesem Artikel lesen.

 

achtsamkeit im alltag kultivieren

Buddha sagte, meditiere wenn du gehst, stehst, sitzt, liegst. Es gibt also eigentlich keine Ausrede, nicht zu meditieren. Wir müssen uns „nur“ von den immer vorhandenen Gedanken abwenden und uns bewusst für den Moment entscheiden – wo wir wieder bei der Achtsamkeit wären. 

 

Das geht besonders gut über die Atmung (Dharana – Konzentration). Die Atmung hast du immer bei dir und kannst sie als Anker nutzen, um immer wieder in die Gegenwart zu finden, egal wie beschäftigt der Kopf gerade ist. Sich klar zu machen, dass man die Wahl hat, wo die Aufmerksamkeit hinfließt, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Achtsamkeit.

mit meditation beginnen

Einer aktuellen Studie zufolge, meditieren 6,6% der deutschen regelmäßig (5,46 Mio) (2019) und 95% von ihnen berichten über positive Veränderungen durch Meditation (2019).

 

Wie so oft im Leben, gibt es auch für Meditation nicht den einen perfekten Moment oder die perfekte Zeit, um zu beginnen. Und wenn man darauf wartet, von Etwas außerhalb von einem Selbst auf wundersame Weise an die Hand genommen zu werden, wartet man meistens vergebens. Der Wille oder der Wunsch zu meditieren, muss aus einem selbst kommen.

 

Jeder, der schon einmal versucht hat, seinen PartnerIn oder Freunde für etwas zu begeistern, wird die Erfahrung gemacht haben, dass der Funke oder die eigene Begeisterung nur dann überströmt, wenn beim anderen zumindest ein Fünkchen Interesse für das Thema vorhanden ist. Du kannst Samen sähen, aber wenn der Boden nicht fruchtbar ist, wird dort nichts wachsen.

 

Wenn du dich auch nur ein Fünkchen zu Meditation und Achtsamkeitsarbeit hingezogen fühlst – und das tust du wahrscheinlich, weil du sonst diesen Artikel gar nicht lesen würdest, entscheide dich jetzt dafür, deinem Leben innerlich einen neuen Anstrich zu verspassen und einen kleinen neuen Weg einzuschlagen, für einen heiteren Weg durch das Leben und für einen heiteren Umgang mit der Realität. Denn auch das ermöglicht uns die Meditation. Uns nicht von Dramen verschlucken zu lassen, Widerstände aufzugeben und mehr ins Annehmen zu finden. 

 

Wie heißt es so schön im Zitat von Assisi „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

 

Wenn du regelmäßig praktizierst, wird es dir gelingen, viel weniger von äußeren Umständen abhängig zu sein. Und durch die Veränderung deiner inneren Welt, wirst du auch für Veränderung in deiner äußeren Welt sorgen. Deine Schwingungen, deine Akzeptanz, deine Zustimmung zu dem, was ist, wird dein Umfeld und deine Lebensumstände positiv beeinflussen.

 

Akzeptanz und Zustimmung meint in diesem Zusammenhang nicht, dass du mit allem einverstanden sein musst. Es meint, dass du weniger im Widerstand bist und lernst, Dinge anzunehmen, die nicht zu ändern sind. Dadurch wird eine unglaubliche Energie frei, die du an vielen anderen Stellen positiv einsetzen kannst. Halte dich nicht mit dem auf, was nicht zu ändern ist, sondern fokussiere dich auf die Dinge, die du positiv beeinflussen kannst. Fokussiere dich auf die Dinge, bei deinen du einen Unterschied bewirken kannst. 

 

Wenn du Lust hast, mit Meditation zu beginnen oder deine Meditationspraxis zu vertiefen, ist bestimmt mein kostenloses Meditationsprogramm was für dich, was am 1.9.2020 startet. Alle Infos dazu, findest du auf meiner Yoga-Webseite treibgutyoga.de.

 

Außerdem findest du schöne geführte Meditationen auf meinem YouTube-Kanal oder direkt hier in dem FÜR DICH-Bereich.

 

Und denke immer daran, das Leben ist eine große Spielwiese, die nur darauf wartet, von dir erkundet zu werden!

 

Go out and shine

deine Astrid

 

Photocredit: Grit Siwonia

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