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PMS - Prämenstruelles Syndrom und was du tun kannst

Kennst du das auch? Einmal im Monat willst du eigentlich nur die Decke über den Kopf ziehen und ein paar Tage im Bett bleiben, weil du Schmerzen hast oder die Stimmungslage schlichtweg bescheiden ist?

 

Die meisten Frauen kennen es, das Prämenstruelle Syndrom. Es gibt viele Frauen, deren Symptome zurückhaltend ausfallen. Aber bis zu 40 % der Betroffenen leiden jeden Monat aufs Neue unter den Tagen vor den Tagen. Einige von ihnen kommen nicht ohne Schmerzmittel oder Ruhetage aus und können ihrem Alltag nur eingeschränkt nachgehen.

 

Was ist PMS genau?

Das prämenstruelle Syndrom umfasst verschiedene körperliche und psychische Beschwerden, die regelmäßig 4 - 14 Tagen vor Eintritt der Periode auftauchen können. In der Regel lassen die Symptome mit Beginn der Menstruation nach.

 

Die Symptome

Die körperlichen und psychischen Symptome sind von Frau zu Frau verschieden und in ihrer Intensität schwankend. Zudem können sie sich auch von mal zu mal ändern. Zu den Symptomen gehören Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Antriebslosigkeit, innere Unruhe, depressive Verstimmungen, Heißhunger, Völlegefühl, Blähungen, Verstopfungen, Unterleibsschmerzen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Migräne, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Kreislaufprobleme, Müdigkeit, Schlafstörungen...

 

Die Ursachen 

Als Ursache kommt ein hormonelles Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron infrage, aber auch ein schwacher Melatoninspiegel (Schlafhormon) oder eine Schilddrüsenunterfunktion.

Das hormonelle Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron, entsteht etwa in der Mitte des Menstruationszyklus nach dem Eisprung. Östrogen wird dominanter, Progesteron sinkt. Zudem sinkt der Progesteronspiegel nicht nur nach dem Eisprung, sondern generell bei allen Frauen ab Mitte 30. Stressbedingt manchmal auch früher. Was die Beschwerden nicht besser macht. Progesteron ist aber wichtig. Es ist das Hormon, was uns glücklich macht und in Balance hält. Zudem kann eine dauerhafte Östrogendominanz, wenn nicht gut ausbalanciert, Krankheiten wie Endometriose, Myome oder hormonabhängige Tumore fördern.

 

Was du tun kannst

 

Hormon-Yoga

Stabilisiere und booste deinen Hormonhaushalt und beuge dem natürlichen Absinken des Hormonspiegels vor. Dabei hilft dir eine regelmäßige Hormon-Yoga-Praxis. Vielleicht ist ja mein Hormon-Yoga-Angebot was für dich.

 

Reduziere Stress

Wenn du ein hohes Stresslevel hast und unter PMS leidest, ist es super wichtig, für Ausgleich zu sorgen, da Stress unsere Stresshormone Adrenalin und Cortisol pusht. Cortisol wirkt wiederum negativ auf unseren Progesteronspiegel. Für Entspannung und Stressreduktion sorgen zum Beispiel auch Hormon-Yoga, Yoga generell, Meditation, autogenes Training und Bewegung an der frischen Luft. 

 

Ernährung - Verzichte für eine Weile auf Zucker und Alkohol und reduziere tierische Produkte

Zu viel Zucker im Körper erhöht die Insulinausschüttung, damit der viele Zucker in die Zellen gelangen und dort zu Energie umgewandelt werden kann. Wenn zu viel Insulin im Körper unterwegs ist, werden die Zellen resistent und die Leber wandelt Zucker in Fett um. Fettzellen produzieren wiederum Östrogene. Also je mehr Fettzellen, desto höher ist in der Regel auch der Östrogenspiegel.

 

Regelmäßiges trinken von Alkohol kann dafür sorgen, dass Testosteron in Estradiol (das wirksamste Östrogen) katalysiert wird und die Testosteron-Produktion heruntergeschraubt wird. Zudem ist die Leber mehr mit dem Abbau von Alkohol beschäftigt und kann überschüssiges Östrogen nicht abbauen. Die Leber spielt eine wichtige Rolle im Hormonhaushalt. Unsere Hormone haben eine bestimmte Lebensdauer und im Anschluss werden sie entweder recycelt oder ausgeschieden. Doch nicht nur Alkohol hindert die Leber daran, ihren Job zu tun. Ein Mangel an Ballaststoffen oder Magen-Darm-Erkrankungen können zum Beispiel auch eine Ursache sein.

 

Tierische Produkte

Es ist kein Geheimnis, dass größtenteils schonungslos in der Tierhaltung vorgegangen wird. Du konsumierst mit herkömmlichen tierischen Produkten nicht nur Angst und Stress, die die Tiere zu Lebzeiten ausstehen mussten und damit auch im Fleisch, in der Milch und im Käse stecken, sondern auch das, was den Tieren gefüttert wurde (Steroide, Antibiotika...). Wachstumshormone lassen nicht nur Tiere fetter werden... und das eine Antibiotika-Resistenz nichts erstrebenswertes ist, muss ich wohl keinem erzählen. Wenn es Tier sein soll, dann am besten direkt vom Hofladen. Ansonsten viel Biogemüse und ordentlich Ballaststoffe.

 

Umwelthormone - Xenohormone

Vor hormonell aktiven Substanzen in der Umwelt (hormonabgebende Pflanzen, Pestizide) können wir uns leider nicht wirklich schützen. Sie sind winzig und gelangen über unser Atemsystem und unsere Haut in unseren Körper und greifen dort in unser Hormonsystem ein.

Aber Xenohormone verstecken sich auch im Haushalt. Und hier können wir auf jeden Fall tätig werden. Weißt du, was genau in deinen Cremes, deiner Bodylotion und deinem Shampoo steckt? Oder deinem Nagellack(-entferner), deinem Parfum oder deiner Zahnpasta? Woraus besteht dein Waschmittel oder deine Reinigungszeug? Benutzt du Duftkerzen oder Raumsprays? Wenn du Hilfe brauchst, um herauszufinden, wie bedenklich deine Produkte sind, kann dich Codecheck unterstützen - eine Datenbank, die Produkte und ihre Inhaltsstoffe listet.

 

Wie du merkst, können ganz schön viele Ursachen für PMS oder ein hormonelles Ungleichgewicht verantwortlich sein. Leider wird von Ärzten häufig die Pille verschrieben. Sie mag die Symptome vielleicht erstmal lindern, bekämpft aber nicht die eigentliche Ursache.

 

Wenn du dir die oben genannten Tipps zunutze machen möchtest, ist es hilfreich, ein Tagebuch zu führen, in dem du beispielsweise dein Essverhalten dokumentierst oder einträgst, wann du Entspannungsmethoden angewandt hast. Geh entspannt aber diszipliniert an die Sache ran. Und ganz wichtig, hab etwas Geduld! Wenn du dir Unterstützung wünschst, vereinbare gerne einen Termin mit mir. Infos dazu findest du hier.

 

Bleib gesund und wunderbar

Astrid

 

Photocredit: pexels